
Der Hauptunterschied zwischen einem Rückflussverhinderer und einem Rückschlagventil liegt in ihrem Zweck und ihrem Schutzniveau.
Rückflussverhinderer schützen Trinkwasser gezielt durch mehrere Schutzschichten vor Verunreinigungen.
Rückschlagventile verhindern bei allgemeinen Anwendungen den Rückfluss mit nur einer einzigen Barriere.
Dieser Beitrag geht ausführlich auf die Unterschiede zwischen diesen Geräten ein und zeigt Ihnen, wie Sie das richtige Gerät für Ihre spezifischen Anforderungen auswählen.
Rückfluss tritt auf, wenn Wasser in umgekehrter Richtung durch ein Rohr oder System fließt. Diese unerwünschte Umkehrung hat zwei Hauptursachen:
Ein Rückflussverhinderer ist ein spezielles Sanitärgerät, das dort installiert wird, wo Trinkwasser an potenziell gefährliche Systeme angeschlossen wird. Sein einziger Zweck besteht darin, den Rückfluss von verunreinigtem Wasser in die Trinkwasserversorgung zu verhindern.
Diese Geräte werden typischerweise an Kreuzungspunkten installiert: wo kommunales Wasser in Gebäude gelangt, an Anschlüssen zu Geräten wie Waschmaschinen oder wo Bewässerungssysteme an die Wasserversorgung angeschlossen werden.
Rückflussverhinderer enthalten mehrere Schlüsselkomponenten:
Diese Teile bilden zusammen ein System, das selbst bei Ausfall einer Komponente eine Kontamination verhindert. Diese Redundanz macht Rückflussverhinderer zuverlässiger als einfache Rückschlagventile.
Ein Rückschlagventil ist ein einfaches mechanisches Gerät, das den Durchfluss in eine Richtung zulässt und gleichzeitig den Durchfluss in die entgegengesetzte Richtung verhindert.
Rückschlagventile arbeiten mit einer Scheibe, Kugel oder Klappe, die sich mit dem Wasserfluss bewegt. Fließt das Wasser in die gewünschte Richtung, öffnet sich der Mechanismus. Stoppt der Durchfluss oder kehrt er um, schließt er gegen einen Sitz.
Rückschlagventile aus Edelstahl sind aufgrund ihrer Korrosionsbeständigkeit und Langlebigkeit besonders beliebt.
Obwohl Rückschlagventile für allgemeine Anwendungen effektiv sind, unterliegen sie wichtigen Einschränkungen:
Diese Einschränkungen erklären, warum Rückschlagventile kein geeigneter Ersatz für Rückflussverhinderer in Anwendungen sind, bei denen die Wassersicherheit von entscheidender Bedeutung ist.
Obwohl beide Geräte einen Rückfluss verhindern, unterscheiden sich ihre Anwendungen, Schutzstufen und Funktionen erheblich:
| Besonderheit | Rückflussverhinderer | Rückschlagventil |
| Hauptzweck | Schützt Trinkwasser vor Verunreinigungen | Verhindert Rückfluss bei allgemeinen Anwendungen |
| Schutzstufe | Mehrere Schichten (normalerweise zwei Rückschlagventile plus Überdruckventil) | Einzelne Schutzschicht |
| Anwendungen | Städtische Wasseranschlüsse, Bewässerungssysteme, Feuerlöschsysteme | Allgemeine Sanitärinstallationen, Pumpen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, industrielle Prozesse |
| Kosten | Höher (2-3x teurer) | Untere |
| Prüfanforderungen | Regelmäßige obligatorische Tests in vielen Ländern | Normalerweise keine Testanforderungen |
| Ausfallsicherer Mechanismus | Ja (Überdruckventil oder Luftspalt) | NEIN |
Der Hauptunterschied besteht darin, dass Rückflussverhinderer speziell zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit konzipiert sind, während Rückschlagventile allgemeine Durchflussregelgeräte sind.
Berücksichtigen Sie bei der Entscheidung zwischen einem Rückflussverhinderer und einem Rückschlagventil folgende Faktoren:
Wählen Sie zum Schutz Ihres Trinkwassers immer einen geeigneten Rückflussverhinderer. Für allgemeine industrielle Anwendungen, bei denen ein Rückfluss lediglich lästig und nicht gefährlich ist, kann ein hochwertiges Rückschlagventil aus Edelstahl ausreichend sein.
Die Wahl zwischen einem Rückflussverhinderer und einem Rückschlagventil hängt von Ihrer spezifischen Anwendung und Ihren Sicherheitsanforderungen ab.
Wählen Sie zum Schutz Ihres Trinkwassers trotz der höheren Kosten immer einen Rückflussverhinderer, um einen angemessenen Gesundheitsschutz zu gewährleisten.
Für industrielle Anwendungen, bei denen Verunreinigungen keine Rolle spielen, bieten Rückschlagventile aus Edelstahl eine wirtschaftlichere Lösung.
Ziehen Sie bei der Installation eines der Geräte die Beratung durch einen zugelassenen Klempner oder Ingenieur in Betracht, insbesondere bei Anwendungen, die an kommunale Wassersysteme angeschlossen sind.


